Grundlagen der Cannabis-Küche

Mit Cannabis zu kochen ist eine echte kulinarische Bereicherung. Allerdings: Damit Weed zur wirksamen Zutat wird, muss es extrahiert werden. Dabei sind die diversen Extraktionsmethoden von THC ein umfangreiches, an Wissenschaft grenzendes Kapitel für sich – in diesem Artikel geht es deshalb wirklich nur um die verschiedenen Arten, aus THC-reichen Cannabispflanzen ein aromatisches Extrakt zu gewinnen, mit denen sich verschiedenste, so potent wie leckere Rezepte herstellen lassen.

Eine Regel gilt für alle Methoden: Das Cannabis muss erhitzt und an Fett oder Alkohol gebunden werden, um seine Wirkung im Rezept zu entfalten. Nur durch diese sogenannte Decarboxylierung wird aus dem im Cannabis enthaltenen, nicht psychoaktiven THCA das wirksame THC.

Dabei ist nach wie vor nicht gesichert, welches die optimale Erhitzungstemperatur ist. Das Paradox: Ab etwa 75° Celsius findet zwar der Umwandlungsprozess zuverlässig statt (wenn auch nur in minimalen Mengen), gleichzeitig wird aber auch THC unnötig oxidiert und dabei zerstört. Bei einer Decarboxylierung unter 75° Celsius bedarf der Prozess wesentlich länger. Ideal ist also entweder eine starke, aber sehr kurze Hitzeentfaltung, wie sie etwa in einem Joint entsteht oder eine langgezogene, schonende Erwärmung.

So wirkt sich die spezifische Cannabis Sorte aus

Cannabis Basics für die Küche

Das Ergebnis ist extrem abhängig von der genutzten Hanfart. In europäischen Cannabis-Sorten sind nur etwa 5% des potenziellen Gesamtgehaltes an THC bereits als wirksame phenolische Form in der Pflanze selbst enthalten; 95% müssen durch Erhitzung gewonnen werden. Sorten aus deutlich wärmeren Gefilden, wie Indien, Afrika oder auch sonnenverwöhnten, amerikanischen Gegenden hingegen beinhalten bereits einen psychoaktiven Anteil von bis zu 30% ohne weitere Verarbeitung.

Hier liegt auch einer der Gründe, warum frischer, ausgepresster Cannabis-Saft entgegen anders lautender Aussagen eben manchmal doch zum High führt und der indische Bhang eine deutliche Wirkung zeigt. Insofern ist bei allen Experimenten nicht nur die Temperatur und Dauer der Erwärmung, sowie der Trägerstoff (Fett oder Alkohol), sondern auch die verwendete Cannabis-Sorte entscheidend für die Potenz der entstehenden Zutat.

Das macht es natürlich schwierig, genaue Angaben für Rezepte mit Wirkungsvorhersage zu machen. Deshalb gilt beim Kochen generell: Gut zu wissen, wo das Weed herkommt. Am besten ist es, es vor kulinarischer Verwendung per Joint o.ä. auf Stärke zu testen.

Noch höher liegt der Anteil phenolischen THCs bei Cannabisharz, kurz Haschisch. Dabei variiert die Stärke hier drastisch von Sorte zu Sorte; sie kann zwischen 15% und 65% liegen, abhängig vom Gewinnungsprozess (Hanf-Terminolgie, Cannabis-Sorten ). Wer Haschisch als das Ausgangsprodukt für Küchenexperimente nutzt, sollte hierauf Rücksicht nehmen.

Cannabis Extraktion ist perfektes Pflanzen-Recycling!

Über die Decarboxylierung im Backofen haben wir ja schon berichtet. Vor der weiteren Verarbeitung kann Cannabis derart vorbehandelt werden, muss es aber nicht. Einerseits potenziert sich durch die doppelte Erhitzung die Wirkung; andererseits kann durch Verdampfungsprozesse wertvolles THC verloren gehen. Wird das Cannabis direkt in Fett aufgelöst (dazu gleich mehr), bindet dies die Moleküle vollständig.

In manchen Foren wird empfohlen, lediglich tierische Fette für die Cannabis-Verarbeitung zu verwenden. Während diese zwar stärker zu wirken scheinen, ist das so verallgemeinert falsch. Veganer können aufatmen: Mein persönliches Lieblingsaroma etwa ist Canna-Kokosöl. Was allerdings generell gilt: Wird das Cannabis nach Erhitzung und vor Abfüllung und/oder Verwendung aus dem Fett ausgefiltert, schmeckt das Gericht am Schluss komplexer und wird weniger vom Marihuana Aroma dominiert. Belässt man es drin, ist die Wirkung dafür intensiver.

Neben anderen leckeren Vorteilen, ist die Herstellung von Weed Basics fürs Kochen auch eine optimale Gelegenheit, andernfalls unnütze Blätter. Stängel und andere Pflanzenteile zu verarbeiten. Dabei gilt: Je weniger Knospen verwendet werden, desto weniger potent das Endprodukt.

Wer sich im Netz auf den Weg durch die Suchmaschinen macht, wird schnell einen Einblick gewinnen, wie viele verschiedenen Methoden dort zur Vermählung von Fette und Cannabis vorgestellt werden. Hier, wie immer im Leben, gilt: Nur selbst ausprobieren macht wirklich glücklich. Wir geben hier einen ersten Überblick, auf welche Weisen Fett und THC zu einer wirksamen Cannabis-Zutat verschmelzen und welches Produkt für welche kulinarischen Leckerbissen am besten geeignet ist. Übrigens: CannaButter, das wohl bekannteste aller kulinarischen Basics, haben wir bereits im zweiten Teil unseres Tee-Beitrags  mit Rezept vorgestellt.

Cannabis Milch (tierisch und pflanzlich)

Cannabis Milch

Cannabis Milch

Ich persönliche lebe ohne Tierprodukte, will diesen Lifestyle aber natürlich nicht unseren Lesern aufzwingen. Deshalb folgen zwei Cannabis-Milch Rezepte, eines mit Kuhmilch, eines mit rein pflanzlicher Mandelmilch. Ich finde aber tatsächlich, dass die Mandelmilch geschmacklich besser mit dem Hanf harmoniert.

Wie immer, können auch hier die Mischungsverhältnisse extrem variieren. Als guter Maßstab hat sich die Inhalt einer Jointfüllung auf 250 ml Milch herausgestellt. Für präzisere Köche würde ich
zwischen 15 und 25 Gramm wirklich feinst pulversierten Cannabis auf einen Liter Vollmilch mit höchstem Fettgehalt empfehlen. Meiner Ansicht nach eignet sich hierfür Demeter-Milch aufgrund ihres natürlich belassenen Fettgehaltes hervorragend.

Die Milch wird im kleinen Topf aufgekocht und dieser dann ins vorher präparierte, kochende Wasserbad gestellt, wo die Milch ohne Anbrenn-Gefahr vor sich hin köcheln kann. Das Cannabis wird nach und nach unter ständigem Rühren hinzugefügt, bis es vollständig von der Milch bedeckt ist. Jetzt sollte die Mischung unter kontinuierlicher Aufsicht und gelegentlichem Rühren eine dreiviertel Stunde vor sich hin köcheln, bis sie eine hellgrüne (manchmal ins gelbliche gehende) Farbe annimmt.

Anschließend wird der Topf aus dem Wasserbad genommen und der Inhalt durch ein sogenanntes Käsetuch gegossen. Ich persönlich finde auch Stoffwindeln ideal und preiswerter. Nicht vergessen: das Stofftuch nach dem Filtern nochmals richtig gut auspressen! Im Kühlschrank hält sich die Cannabis Milch genauso lange wie die benutzte Milch sich gehalten hätte – also aufs Haltbarkeitsdatum achten, bevor Ihr den Karton wegwerft!

Cannabis Mandelmilch

Dieses Rezept ist ein wenig aufwendiger als das vorangegangene, weil die Mandelmilch zusätzlich selbst hergestellt wird. Inzwischen gibt zwar es in vielen Supermärkten und allen Bio-Läden fertige Mandelmilch zu kaufen; das Aroma frischer Mandelmilch ist jedoch nicht zu übertreffen und lohnt die Arbeit. Eine fast vollwertige Alternative lässt sich auch aus einem Liter Wasser und darin aufgelösten, 4 Esslöffeln Mandelmus herstellen.

Wer mehr Zeit mitbringt, lässt 200 Gramm bereits blanchierte Mandeln über Nacht in einer Schüssel einweichen. Am nächsten Morgen wird das Einweichwasser weg geschüttet und durch ein Liter frisches Wasser ersetzt, mit dem zusammen die Mandeln mit dem Zauberstab, oder besser noch einem Hochleistungsmixer püriert werden, bis eine dickliche, milch-sämige Flüssigkeit entsteht. Nun kommt wieder die Stoffwindel oder alternativ in diesem Fall ein feinmaschiges Wäschenetz zum Einsatz, durch das die Mandelmilch in eine Schüssel gegeben wird. Auch hier: Auswringen nicht vergessen.

Ab jetzt geht’s weiter wie mit Kuhmilch, mit einer Ausnahme: Das Gemisch sollte etwa zwei Stunden wirklich sehr sanft köcheln. Mandelmilch hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie sich im Kühlschrank länger hält als Kuhmilch und auch Laktoseunverträglichen bestens mundet.

Cannabis-Öl

Cannabis Öl

Cannabisöl ist die intensivste Weed-Zutat – allerdings auch die unberechenbarste. Wer es nur auf ein High abgesehen hat und vom Geschmack des Originalgerichtes so wenig wie möglich durch ein Cannabisaroma ablenken will, ist mit Cannabisöl gut beraten.

Es ist zudem extrem einsatzfreudig: Originalrezepte können ohne jede Anpassung mit Cannabis-Öl zubereitet werden; es lässt sich heißt zum Braten und kalt als Dressing nutzen (Achtung! In diesem Beitrag geht es um Cannabis-Öl zum Kochen, nicht zur medizinischen Behandlung; oft wird komplett eingedampftes Cannabis ebenfalls als Cannabis-Öl bezeichnet).

Welches Öl genutzt werden sollte – da streiten sich die Geister. Ich habe mit Olivenöl und Sesamöl gute Erfahrungen gemacht. Reines Sesamöl wird auch in wissenschaftlichen Experimenten oft genutzt. Wer einen angenehmen, leicht asiatischen Einschlag mag, der gleichzeitig den typischen Cannabisgeschmack neutralisieren hilft, nutzt geröstetes Sesamöl. Inzwischen ist auch Olivenöl erhältlich, dass speziell zum Braten geeignet ist; dieses nehme ich grundsätzlich für die Herstellung von Cannabis-ÖL.

Für die Herstellung von Cannabis-Öl sollte man etwas Zeit reservieren – um genau zu sein, etwa drei Stunden.

Auch hier kann die ganze Hanf-Pflanze bzw. abgefallener Verschnitt wie zu kleine Buds oder verharzte Blätter mit verarbeitet werden, abhängig von der gewünschten Stärke des Endproduktes – vielleicht mit Ausnahme der ganz harten Stängel. Je mehr reine Pflanzenfasern und je weniger Blüte zugegeben wird, desto intensiver das Cannabis-Aroma. Für dieses Rezept sollte das Cannabis von Hand sorgfältig mit der Schere zerkleinert werden.

Benötigt werden also ein Liter des ausgewählten Öls sowie 150 Gramm Cannabis, bestehend aus Teilen der ganzen Pflanze, gut getrocknet und auf Schimmel, Fäulnis etc. untersucht. Der Ofen wird auf etwa 100° vorgeheizt. Das zerkleinerte oder sehr grob gemahlene Cannabis wird in eine feuerfeste Form gefüllt und gleichmäßig auf deren Boden verteilt. Dann wird hierauf eine Lage Aluminiumfolie gelegt, die an den Ecken gut festgesteckt wird; sie sollte so dicht wie möglich schließen. Das ganze kommt für 30 Minuten in den Ofen. Danach wird die Form herausgeholt und mit der intakten Folie abgekühlt – und zwar so langsam wie möglich…also keine Abkürzung in Kühlschränken oder auf Balkonen nehmen!

Während des Abkühlens wird das Öl langsam und auf kleiner Flamme in einem Topf auf dem Herd erhitzt. Jetzt wird die Folie entfernt und das Öl behutsam über das Cannabis gegossen. Öl und Pflanzenteile werden sanft vermischt, alles wieder mit Folie bedeckt und wiederum in den immer noch 100° warmen Ofen gestellt, wo das Öl weitere 45 Minuten erhitzt wird. Danach kommt die Form wieder aus dem Ofen und darf erneut etwa eine Viertelstunde abkühlen.

Wenn die Form handwarm ist, wird die Folie entfernt und das Cannabis mit der Rückseite eines Löffels gepresst und immer wieder vermischt, damit das Öl aus dem aufgebrochenen Pflanzenmaterial mehr potente Stoffe ziehen kann. Anschließend wird die Folie wieder aufgelegt, so dass sie gut mit dem Rand der Form abschließt und wiederum für 45 Minuten in den immer noch angeschalteten Ofen bei gleicher Temperatur gestellt.

Danach wird der Ofen ausgeschaltet und kann mit dem darin befindlichen Öl auskühlen. Das Öl wird dann wie in den anderen Rezepten beschrieben durch ein Tuch in eine dunkle Glasflasche (eventuell mit Trichter) gepresst und kühl (nicht kalt) gestellt.

Cannabis Honig

Cannabis Honig

Aus alternativ-therapeutischer Perspektive ist die Kombination von gutem, kaltgeschleuderten Honig und Cannabis eine himmlische Hochzeit – und aus kulinarischer Sicht erst recht. Cannabis Honig sieht göttlich aus, lässt sich einfach herstellen und ist außerdem ein wunderbares Geschenk für Weed-Fans und Gourmets mit Lust am Experiment.

Ich empfehle für die Herstellung dringend biologisch-organischen Honig zu nutzen, auch wenn er etwas teurer ist und gleich ein paar Gläser auf Vorrat zu produzieren. Deshalb ist das Rezept auch auf ein ganzes Kilogramm des Bienenprodukts angelegt; natürlich lässt es sich bei Beibehaltung des Mischungsverhältnisses auch ganz einfach reduzieren.

Am wirkungsvollsten aus medizinischer Sicht ist Honig, der in unmittelbarer Nähe zum Verbraucher geimkert wurde – aufgrund der identischen biologischen Habitate ist die heilsame Wirkung auf den Organismus so am stärksten. In vielen Städten haben sich inzwischen Hobby-Imker zu kleinen Genossenschaften zusammengeschlossen; eine kurze Suche im Internet fördert erstaunliche Bienenaktivitäten sogar in unmittelbarer Nachbarschaft zu Tage.

Cannabis-Honig kann auf Toast oder für griechischen Joghurt verwendet werden. Er eignet sich auch ausgezeichnet zum Backen und als Süße für Tee, Kaffee (meine geheime Leidenschaft) oder Smoothies. Für den Honig kann zwar auch die ganze Cannabis-Pflanze verarbeitet werden (wie bei den Rezepten im ersten Teil dieses Beitrags), aber ich nutze in diesem Fall immer mindestens zur Hälfte Blüten (Buds).

Auf ein Kilogramm hochwertigen Honigs kommen etwa 28 Gramm Cannabis – wie gesagt, zur Hälfte potente Blüten, zur Hälfte gerne Blätter. Das Cannabis sollte mit der Schere in nicht zu kleine Bestandteile geschnitten und in eine Schüssel gegeben werden; besonders harte Stängel entferne ich vorher. Dann nehme ich ein Käsetuch oder eine Stoffwindel (meines Erachtens ein vollwertiger, nur marginal weniger “professioneller” Ersatz), falte diese zweimal und schütte das Cannabis vorsichtig darauf. Anschließend rolle ich das Tuch behutsam zusammen – in etwa so, als wollte ich eine Frühlingsrolle produzieren. Das Ganze binde ich mit einem Stück Band an beiden Enden und in der Mitte zusammen und stelle sicher, dass der Cannabis nicht entwischen kann. Gleichzeitig darf die Rolle auch keinesfalls zu eng gerollt oder geschnürt werden. Der Cannabis soll noch etwas Bewegungsfreiheit haben!

Nun erhitze ich den Honig über kleiner Flamme, bestenfalls in einem Schongarer, andernfalls in einem Topf mit Glasdeckel. Ist er flüssig geworden, lege ich das Bündel mit Cannabis hinein und lasse das ganze bei allerkleinster Flamme etwa vier Stunden vor sich hin köcheln; Köche würden dazu Niedrigtemperaturgaren sagen. Die Mischung darf auf keinen Fall zu kochen beginnen! Jede Stunde sollte das Bündel einmal vorsichtig gedreht werden. Dabei wird deutlich, dass die Farbe des Honigs immer dunkler wird – das ist auch richtig so und ein Zeichen zunehmender Potenz.

Nach vier Stunden wird die Temperatur abgedreht und die Mischung darf im Topf auf dem Herd über Nacht durchziehen. Sollte der Honig sich bis zum nächsten Morgen ein wenig erhärtet haben, dann wird er einfach nochmal kurz erwärmt. Dann sollte das Cannabis Bündel am besten mit Gummihandschuhen entfernt und gründlich ausgedrückt werden – ist es sicher gebunden, kann es richtig ausgewrungen werden. Anschließend wir der Cannabis Honig in bereit stehende sterilisierte (!) Gläser gegossen und gut verschlossen.

Cannabis Kokosnuss Öl

Cannabis Kokosnuss Öl


Ich bin ein großer Kokosöl-Fan – vielleicht favorisiere ich dieses Rezept deshalb so. Hier kommen zwei “Superfoods” zusammen, die einfach zusammengehören. Für die Herstellung werden zunächst etwa 50 Gramm Marihuana extrem fein gerieben; auch hier kommt eine Mischung der Pflanzenteile zum Einsatz. Je höher der Bud-Anteil, desto weniger Menge wird benötigt. Ich benutze zum Mahlen eine elektrische Kaffeemühle, die auch für diesen Zweck reserviert ist. Tatsächlich soll der Cannabis seiner Konsistenz nach hinterher an gemahlenen Kaffee erinnern.
In einem Kochtopf schmelze ich 200 Gramm absolut hochwertigstes Kokosöl bei geringer Hitze; sobald es flüssig ist, wird das fein gemahlene Cannabis untergerührt. Dann werden anderthalb Liter destilliertes Wasser hinzugegeben und die Mischung nochmals verrührt.

Anschließend kommt der Deckel auf den Topf und die Temperatur wird so hoch wie möglich eingestellt. Der Inhalt soll jetzt eine Stunde lang so richtig durch kochen, dann wird er das erste Mal gründlich umgerührt. Danach wird die Temperatur drastisch reduziert, bis die Mischung nur noch ganz leicht köchelt. Dies sollte sie jetzt die nächsten sechs Stunden tun, wobei einmal in der Stunde wieder gründlich umgerührt wird. Je länger dabei gerührt wird, ruhig bis zu drei Minuten, desto mehr Cannabinoide haben eine Chance, sich an Fettmoleküle zu binden.

Nach sechs Stunden wird der Herd ausgeschaltet und der Topf soweit abgekühlt, dass er handwarm ist. Nun wird die Mischung durch ein Käsetuch oder eine Stoffwindel in eine Schüssel gegeben, wobei der Stoff zum Schluss nochmal sorgfältig ausgedrückt wird.

Dann wird die Schüssel mit der Fett-Wasser Mischung mit einem absolut sauberen Küchenhandtuch abgedeckt und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Dabei trennen sich Fett und Flüssigkeit in zwei solide separierte Schichten. Das Fett wird an der Oberfläche durch die Kälte erstarren. So kann es am nächsten Morgen sehr sorgfältig entfernt werden. Das Wasser wird entsorgt. Puristen können das entstandene Cannabis Kokosöl jetzt nochmals erwärmen und abseihen und danach abermals in den Kühlschrank zur Erhärtung stellen. Das fertige Cannabis Kokosfett kann in dekorative Gläser abgefüllt werden.

Im Kühlschrank ist es nicht allzu lange haltbar – aber es lässt sich perfekt einfrieren! Dafür wird es einfach in kleinere Brocken geteilt und portionsweise in Gefrierbeutel verteilt. So lässt es sich auch praktisch zu Dinnerparties bei Freunden mitbringen.

Cannabis Mehl

Cannabis Mehl


Eine ungewöhnliche Art der Cannabisverarbeitung und auch für langjährige Weed-Freunde und Marihuana-Bäcker eine überraschende Nutzungsweise. Wie in den voran gegangenen Rezepten lässt sich für das Cannabis Mehl die ganze Pflanze einschließlich Blättern, Stängeln und Buds nutzen. Nur die härtesten Stängel sollten zuvor aussortiert werden.

Dann wird der Cannabis in der Kaffeemühle oder dem Mixer sehr, sehr fein vermahlen. Als Endprodukt sollte wirklich nur noch ein Puder ohne erkennbare Einzelteile zu sehen sein. Dieses Puder wird nun an einem kühlen Ort in einem absolut luftdichten Container aufbewahrt. Sobald es verbacken werden soll, wird es vor dem restlichen Vermischen der Zutaten mit Mehl nach Wahl vermischt. Ich mag hier besonders das Aroma von Dinkel- oder Buchweizenmehl.

Alle Mehlarten verhalten sich anschließend beim Backen genauso wie ohne die magische Zutat. Es sollte dabei niemals mehr als ein 1:1 Verhältnis von Cannabis zu Mehl verwandt werden. Empfehlenswert ist es, mit deutlich weniger potenter Beimischung zu beginnen und das Ergebnis abzuwarten. Hat das Cannabis einmal den Container verlassen, sollte es innerhalb von 12 Stunden weiter verarbeitet werden.

Cannabis Rezeptbücher