Cannabisbutter oder Cannabutter

Cannabutter – so gelingt sie perfekt!

Cannabutter, auch Cannabis-Butter ist die Basis für viele Cannabis-Rezepte. Heutzutage kann man viel mehr mit medizinischem Cannabis anstellen, als es nur zu rauchen. Gerade das Kochen mit Cannabis hat sich in der letzten Zeit zu einem absoluten Renner unter Genießern von Freitzeit-Marihuana entwickelt – es gibt quasi nichts, was man nicht mit einer ordentlichen Prise Gras verfeinern könnte. Von leckeren Brownies bis hin zu herzhaften Hauptgängen, fast alle Rezepte mit Cannabis greifen auf die sogenannte Cannabutter oder Cannabisbutter zurück.

Wir verraten, wie Ihr Euch eure eigene Cannabutter zu Hause herstellen könnt, was Ihr dafür braucht und wie genau Ihr das beste Ergebnis erreichen könnt. Aber immer dran denken: Eure Cannabutter ist immer nur so gut wie euer Gras!

Die Zutaten für Cannabis-Butter

Das ist der simple Part: Ihr braucht Gras, Wasser und Butter. Das Gras sollte möglichst fein gemahlen sein, das beste Ergebnis hierfür kann man mit einem speziellen Gras-Grinder oder, bei größeren Mengen, mit dem Stabmixer erreichen. Um eine gelungene Cannabisbutter zu erhalten, ist es besonders wichtig, dass das Gras sehr fein ist, denn dadurch gibt es mehr Oberfläche, von der sich das Cannabisöl lösen kann. Am besten ist es wenn ihr das Marihuna vorher für 60 Minuten bei 110 Grad im Backofen erhitzt und dann für die Cannabis-Butter verarbeitet (siehe Grundlagen der Cannabis-Küche).

An Arbeitsmaterialien braucht Ihr:

  • Einen Topf
  • Abseihtuch oder sehr feines Sieb
  • Einen Plastik- oder Glasbehälter, in dem die fertige Butter gelagert werden kann
  • 1 Liter Wasser
  • Für dieses (amerikanische) Rezept werden 250 Gramm Butter und ca. 14 Gramm Gras genommen. Aber natürlich sollte die genommene Menge immer nach der Qualität des Grases nachjustiert werden, vielleicht braucht Ihr auch viel weniger oder etwas mehr. Hier hilft am Ende des Tages nur: ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren!

Die Menge für die Zutaten der Cannabis-Butter könnt ihr natürlich auch halbieren und nehmt statt 250g nur 125g Butter und 7 Gramm Marihuana. Kleinere Mengen sind nicht praktikabel.

Die Zubereitung (bringt Zeit mit!)

Zunächst muss man etwa 1 Liter Wasser in einem mittelgroßen Topf zum Kochen bringen. Generell sollte man während der Zubereitung darauf achten, dass unten im Topf das Wasser immer etwa 3 – 4 Zentimeter hochstehen sollte.

Als nächstes wird die Butter hinzugefügt. Man kann sie zunächst in kleinere Stücke schneiden, dann schmilzt sie schneller und einfacher, oder sie am Stück ins Wasser legen. Wichtig ist nur, dass die Butter vor dem nächsten Schritt komplett zerlaufen ist.

Nun wird das gemahlene Marihuana beigefügt. Man muss übrigens nicht unbedingt Blüten für die Butter nehmen, sondern kann auch Reste, Blätter,  Verschnitt und kleinere Äste mitzermahlen!

Sobald das Gras in der Mischung schwimmt, muss die Temperatur sofort gesenkt werden, so dass sie nur noch ganz leicht simmert. Und jetzt ist Geduld gefragt, denn am besten wird die Mixtur nun den ganzen Tag gekocht, mindestens allerdings 3 Stunden.

Zwischendurch sollte man die Mischung umrühren und das Wasser wieder auffüllen. Wenn die Flüssigkeiten sich getrennt haben, schwimmt oben eine ordentliche Schicht Fett – Eure Mischung ist fertig.

Die Wasserbad-Methode
Anstatt das Gras und die Butter direkt in den Topf mit dem Wasser zu legen könnt ihr auch einen großen Topf mit Wasser und einen kleineren Topf mit der Butter und dem Gras nehmen. Befüllt den größeren Topf, bis der kleinere Topf darin schwimmen kann. Erhitzt das Wasser und kocht das Marihuana und die Butter wie oben beschrieben. Der Vorteil beim Wasserbad ist, das ihr Butter und Gras von Beginn an vom Wasser separiert und später nicht abschöpfen müsst.

Und so wird Cannabutter daraus

Im nächsten Schritt wird die Flüssigkeit vom Gras getrennt. Am besten geht das mit einem Abseih- oder Käsetuch, denn im Gegensatz zu einem Sieb kann man die Mischung noch ordentlich auspressen. Am leichtesten geht das, wenn man das Tuch über eine hitzebeständige Schüssel legt und mit Gummibändern festzurrt. Nun ganz vorsichtig (Spritzer können extrem heiß sein!) die Mischung durch das Tuch in die Schüssel gießen und auspressen. Falls sich immer noch viele Partikel in der Schüssel finden, ggf. wiederholen.

Manche nutzen das nun ausgekochte Gras übrigens für Salatsoßen oder ähnliches, andere werfen die Reste einfach weg.

Jetzt habt Ihr in der Schüssel Wasser, auf dem oben eine dicke Lage Cannabisbutteröl schwimmt. Den Behälter packt Ihr nun am besten über Nacht in den Kühlschrank und könnt am nächsten Morgen die festgewordene Cannabutter vorsichtig vom Wasser abheben. Die Butter hält sich im Kühlschrank etwa zwei Wochen, kann aber natürlich auch eingefroren und so länger genutzt werden.

Tipps

Ihr könnt schon während der Zubereitung der Butter Euren Ideen freien Lauf lassen: verfeinert die Butter mit Zucker, oder Knoblauch, oder Chili oder…. Die Möglichkeiten sind schier unendlich, genauso wie die Verwendungsmöglichkeiten für Eure Cannabutter. Ob man die Butter dafür nimmt, um ein herzhaftes Gericht zu zaubern und beispielsweise Pilze damit anzubraten oder für die nächsten Space Cookies, probiert es einfach aus!

  • Beim Kochen mit THC sollten Temperaturen von 160 Grad nie überschritten werden da sonst das THC verbrennt bzw. sich verflüchtig. Wer also einen Kuchen aus Haschbutter backt sollte auf die Temperatur achten.
  • Eingeforene Hanfbutter hält sich bis zu 10 Monate im Gefrierschrank und bis zu 3 Monate im Gefrierfach des Kühlschranks
  • Als Faustformel für die Menge an Grass gilt das 0,5 bis 1 Gramm Marihuana pro Person ausreichend ist. Beim ersten Mal empfehlen wir 0,5 Gramm.
  • Um das Esserlebnis noch zu intensivieren könnt ihr vor dem Verzehr eures Grass-Gerichts dunkle Schokolade mit einem Kakao-Anteil von mindestens 52% essen oder wenn es zum Gericht passt zum Essen hinzufügen.  Durch die dunkle Schokolade werden im Körper Neurotransmitter aktiviert. Dies führt zu einem intensiveren und langanhaltenden High.

Cannabisbutter in der medizinischen Cannabis-Küche

Immer mehr Menschen weltweit erhalten medizinisches Marihuana. Da viele von ihnen das Marihuana nicht rauchen oder verdampfen wollen bietet sich mit der Cannabis-Küche eine optimale Variante. Das Medizin schlecht schmecken muss gehört eben nicht zur Cannabis-Küche.

Rezeptideen mit Cannabisbutter

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