Lohnt sich der Kauf von Cannabis-Aktien? Der Markt boomt und immer mehr Firmen komen dazu. Was Sie wissen sollten beim Kauf der Aktien.

Lohnt sich die Investition in Cannabis Aktien?

Die Zahl der Länder, die Cannabis legalisieren, wird immer größer. Hintergrund ist, dass Marihuana nach und nach Verbreitung in der Medizin findet, zudem wird es zu Forschungszwecken herangezogen. Darüber hinaus trägt auch die Beliebtheit von CBD-Produkten mit ihrem geringen THC-Gehalt, die keine psychoaktive Wirkung haben, dazu bei. Um die zahlreichen Aktivitäten rund um Hanf zu ermöglichen, nimmt der weltweite Anbau zu. Es ist unbestritten auf dem Vormarsch und zieht damit eine neue Alternative für Investitionen nach sich: Cannabis Aktien.

Steigende Zahl von Cannabis-Aktiengesellschaften

Die Legalisierungen und der Boom in vielen Staaten unserer Erde steigert das Interesse der Hanf-Unternehmen an der Gründung einer Aktiengesellschaft und dem Börseneinstieg. Cannabis-Aktien sind zwar noch relativ jung, als Seltenheit kann man sie jedoch nicht mehr bezeichnen. Und es kommen immer mehr Firmen hinzu. Sie sehen gute Chancen auf dem Aktienmarkt, wenn sich das – einst als wenig willkommene – Rauschmittel sowohl kulturell als auch gesetzeskonform durchsetzt.

Zurzeit verzeichnet die Cannabis-Branche noch starke Schwankungen. Trotzdem gibt es bereits viele Aktiengesellschaften, die steile Wachstumsraten aufweisen. Viele Experten sehen ein großes Potential: Sie stellen häufig Vergleiche mit dem früheren Siegeszug der Zigarettenhersteller an. Sollte der Erfolg von Cannabis ähnlich sein, stehen hohe Kurse und damit Gewinne an.

Vielversprechende Cannabis Aktien

Die Performance der Hanf-Wertpapiere stellt sich oft äußerst positiv dar. Zu den besten Cannabis Aktien, die als vielversprechend für das Jahr 2021 gelten, gehören beispielsweise:

  • Aurora Cannabis
  • Amyris
  • Aphria
  • Innovation Industrial Properties
  • Canopy Growth
  • GW Pharmaceuticals
  • Chronos
  • Arena Pharmaceuticals

Interessant für die Aktienanlage sind vor allem der US-amerikanische und der kanadische Cannabis-Markt. Insbesondere Saatgutentwickler konnten sich dort bisher erfolgreich positionieren. Darüber hinaus steigt die Anzahl der Unternehmen, die sich mit dem Vertrieb, der Logistik und dem Verkauf verschiedener Endprodukte beschäftigen. Deutschland zeigt weiterhin in Bezug auf die Legalisierung von Hanf Schwerfälligkeit. Nur medizinisches Cannabis darf unter Umständen schwerkranken Patienten verschrieben werden. Legal sind zudem CBD-Produkte mit einem THC-Gehalt unter 0,2 Prozent.

Einige junge deutsche Unternehmen beteiligen sich daher am erfolgreichen ausländischen Aktienmarkt. Weiterhin steigen sie mit ihrem Kapital als Franchise-Partner ein oder übernehmen ganze Firmen. Somit können sie und deutsche Investoren gleichfalls von der Hanf-Legalisierung in anderen Ländern profitieren. Es kann sich jedoch auch lohnen, Unternehmen in Deutschland im Auge zu behalten, die sich mit Cannabis befassen. Dabei sollte man den Blick auf das Eigenkapital, den Cashflow und zu guter Letzt auf die eigentlichen Beteiligungen legen.

Keine Spekulationsgeschäfte ohne Risiko

Zwischen Cannabis Aktien und anderen derartigen Wertpapieren gibt es keinerlei Unterschiede. Käufer erhalten einen Anteil an einer Aktiengesellschaft, Kommanditgesellschaft auf Aktien oder Europäischen Gesellschaft, die in der Cannabis-Branche tätig sind. Sie stellen somit ganz normale Finanzprodukte dar, die an der Börse gehandelt werden. Damit ist die Möglichkeit, mit ihnen Geld zu verdienen, ebenso gegeben wie bei allen anderen Aktien.

Gleich ist selbstverständlich auch das Prinzip: Schreibt ein Unternehmen gute Zahlen und verzeichnet ein Wachstum, steigt der Wert der Aktien und infolge dessen der Gewinn der Anleger an. Läuft es schlecht, sind im Umkehrschluss natürlich auch Verluste möglich. Grundsätzlich sollte jedem Investor klar sein, dass die Anlage in Aktien ausnahmslos ein Spekulationsgeschäft ist – Risiken lassen sich nicht ausschließen.

Vorsicht beim Cannabis Aktienkauf

Beim Kauf von Wertpapieren jeder Art ist Vorsicht geboten, auch Cannabis-Aktien stellen keine Ausnahme dar. Eine Warnung brachte zum Beispiel die US-Finanzaufsicht Finra (Financial Industry Authority) bezüglich Marihuana-Aktien heraus: Es besteht die Möglichkeit, dass es in diesem Bereich gleichfalls Betrüger geben könnte, die den Wert künstlich aufblasen. D.h., sie loben zunächst die Finanzprodukte in den Himmel, sodass das Interesse stark ansteigt. Im nächsten Schritt verkaufen sie schnell ihre eigenen Aktien und die Kurse fallen in den Keller.

Finra weist darauf hin, dass das sogenannte Pump-and-Dump vor allem bei Cannabis-Aktien auftreten könnte. Wichtig ist, sich vorher ausführlich zu informieren und insbesondere vom Kauf intransparenter und illiquider Wertpapiere Abstand zu nehmen. Wer unaufgefordert Mails oder Anrufe mit Insidertipps bekommt, sollte in jedem Fall die Finger von entsprechenden Angeboten lassen. Dies gilt ebenfalls, wenn in Tweets, Posts oder Blog-Einträgen spezielle Akten als vermeintlicher Geheimtipp angepriesen werden.

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